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W&E 03-04/2015

Artikel-Nr.: DE20150811-WE-03-04-2015

W&E 03-04/2015

In dieser Ausgabe lesen Sie:

* 3. UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung (FfD III): Ein SDG-gerechtes Finanzsystem
Aus der Sicht der Entwicklungsländer gehört die Reform des internationalen Finanzsystems dazu, wenn vom 13.-18. Juli 2015 in Addis Abeba über die Finanzierung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) verhandelt wird. Die Konferenz (FfD III) findet kurz vor dem SDG-Gipfel im September in New York statt. Doch ohne adäquate Ressourcen und ein günstiges institutionelles Finanzumfeld wird sich der Süden nicht zu neuen Entwicklungszielen verpflichten können, schreibt Manuel F. Montes.

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Deutsche ODA endlich auf dem Weg zu 0,7%?
In den vergangenen Wochen gab es zwei wichtige Meldungen zur deutschen Entwicklungsfinanzierung, die Optimisten wohl als Morgenröte am Ende des Tunnels zum 0,7%-Ziel erscheinen, die aber auch von einem besonders stark leuchtenden Glühwürmchen handeln könnten, das sich in den Tunnel nur verirrt hat. In welcher Bandbreite sich die künftige deutsche Entwicklungsfinanzierung bewegen könnte, versucht Ludger Reuke abzuschätzen.

* Wind der Veränderung aus Asien: Die neuen Entwicklungsbanken
Im letzten Monat waren die internationalen Medien voll von Berichten über die Auseinandersetzung zwischen den Vereinigten Staaten und China über die Bildung der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB). Bemerkenswert ist, dass einflussreiche westliche Wirtschaftskommentatoren China unterstützten und Präsident Barack Obama wegen des Drucks auf die Verbündeten, die Bank zu meiden, einen großen Fehler bescheinigten. Von Martin Khor.

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Welche Rolle spielt Peking+20 für Post-2015?
20 Jahre lang überprüfte und bilanzierte die UN-Frauenrechtskommission (CSW) die Umsetzung der Aktionsplattform der 4. Weltfrauenkonferenz in Peking von 1995. Das diesjährliche Treffen in New York (CSW59) sollte entscheiden, welche Rolle der Peking-Prozess in der Post-2015-Phase spielen soll und kann. Erklärtes Ziel ist, dass die Post-2015-Agenda endlich „transformativ“ in bezug auf Geschlechtergleichheit sein soll. Christa Wichterich berichtet auf dem Hintergrund 20jähriger Erfahrungen im Peking-Prozess.

* Innovativ und unkonventionell: Goldbergs Sicht auf den globalen Kapitalismus
Das neue Buch von Jörg Goldberg wird mit Sicherheit längere Debatten (auch innerhalb der marxistischen Diskussion) auslösen und Spuren in der weiteren Kapitalismusanalyse hinterlassen, handelt es sich doch um nicht weniger als eine deutliche Revision von vielen Aspekten, die bislang sowohl in einer affirmativen wie in einer kritischen Einschätzung als quasi universale und notwendige Elemente der kapitalistischen Produktionsweise bzw. der kapitalistischen Gesellschaftsformation galten. Von Dieter Boris.

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Der Griechenland-Poker
Die Griechenland-Krise hat sich so zugespitzt, dass eine Entscheidung in Kürze unausweichlich wird. Als Szenarien sind die Fortsetzung des Durchwurstelns („muddling through“), ein chaotischer Grexit und ein gesteuerter Grexit denkbar. Welche Variante sich auch immer durchsetzt, der Fall zeigt, dass vom emanzipatorischen Charakter der europäischen Integration nicht mehr viel übrig ist, schreibt Peter Wahl.

Rubriken:

* W&E-Infospiegel (mit Kurzinformationen, Lese- und Terminhinweisen)
* W&E-Update (politische Terminvorschau)
* Box: Weinen um Nepal

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