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W&E 07-08/2009

Artikel-Nr.: DE20090909-WE-07-08-2009

W&E 07-08/2009

In dieser Ausgabe lesen Sie:

* Von Präsidentschaft zu Präsidentschaft: Ausblick auf die Entwicklungspolitik Europas
Schweden übernimmt die EU-Präsidentschaft in einer für die Erneuerung der EU-Institutionen und die entwicklungspolitische Führungsrolle der EU kritischen Phase. Die Agenda der vorhergehenden tschechischen Präsidentschaft war bereits vor dem Sturz der eigenen Regierung durch die Finanzkrise stark angeschlagen. Die schwedische Präsidentschaft beginnt nun ebenfalls im Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Hinzu kommt der Klimawandels als zentrales Thema. Aus Brüssel berichtet Denise Auclair.
Ausblick auf die Entwicklungspolitik Europas

* Rolle der UN im globalen Krisenmanagement: Schwacher Konsens zur Finanzkrise
Vom 22. bis 27. Juni 2009 fand in New York die UN-Konferenz zur Weltfinanz- und Wirtschaftskrise und ihren Auswirkungen auf Entwicklung statt. Wichtiges Signal aus New York: Der UN wird eine bedeutende Rolle bei der Neuorientierung des globalen Wirtschafts- und Finanzsystems im Interesse der Entwicklungsländer zugestanden, berichtet Klaus Schilder.

* W&E-Debatte: Die armen Kleinbauern. Agrarpreise, Armutskultur und Marktintegration
Boom und Niedergang der Nahrungsmittelpreise waren vielen Zeitschriften Artikel und Schwerpunkte wert. Der Grundton der Analysen lautet: Die Opfer sind immer die Bauern. Die Debatte scheint kaum in Erwägung zu ziehen, dass es Menschen besser gehen kann, wenn sie die Landwirtschaft verlassen. Und sie scheint sogar kategorisch auszuschließen, dass Bauern von Agrarkonjunkturen auch profitieren können. Widerstand sollen sie leisten, am liebsten in der Subsistenz leben und nur ihre Überschüsse verkaufen, auf dem lokalen Markt natürlich. Daran ist nicht nur vieles falsch, sondern auch politisch nutzlos, schreibt Ingo Melchers.
Die armen Kleinbauern

* Noch eine Streitschrift gegen Entwicklungshilfe: Die deutsche Variante der Debatte
Volker Seitz, langjähriger Botschafter in afrikanischen Ländern, stößt mit seinem Buch „Afrika wird armregiert oder Wie man Afrika wirklich helfen kann“ (s. Hinweis) in das gleiche Horn wie Dambisa Moyo (W&E 06/2009): Die Entwicklungsarbeit der letzten Jahre ist als „Business der Barmherzigkeit“ gescheitert und hat nur der Bereicherung kleptokratischer Eliten gedient. Mit seinem Gewährsmann Rupert Neudeck will der Autor das Steuer herumreißen und landet im Straßengraben, meint Markus Demele.
Noch eine Streitschrift gegen Entwicklungshilfe

* Globaler Reichtum trotzt Finanzkrise: So schlimm ist es gar nicht
Finanzkrisen haftet der Geruch der Vermögensvernichtung an. Doch so schlimm wie viele denken, ist es bisher nicht gekommen. Dem aktuellen World Wealth Report zufolge ist sowohl die Zahl als auch das Vermögen der globalen Dollar-Millionäre lediglich auf das Niveau von 2005 zurückgegangen. Eine Besteuerung dieser Vermögen könnte die globale Krise bewältigen helfen, meint Christian Felber.
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* Weltbank-Report: Global Development Finance 2009. Private Entwicklungsfinanzierung im Krisentief
Der neue Weltbank-Bericht über globale Entwicklungsfinanzierung beschreibt die Lage in drastischen Bildern. Die Entwicklungsländer leiden nicht nur unter dem Zusammenbruch der globalen Finanzierungsströme, sondern auch unter jenen Maßnahmen, mit deren Hilfe die Industrieländer ihre Finanzinstitute zu retten suchen. An Gegenmaßnahmen fällt den Autoren wenig ein. Die Privatisierung der Entwicklungsfinanzierung jedenfalls wird nicht in Frage gestellt. Eine Übersicht von Jörg Goldberg.
Private Entwicklungsfinanzierung im Krisentief

Rubriken:
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